Zur Wartung, Überprüfung und Fehlersuche kommen verschiedene Messverfahren und Messgeräte zum Einsatz sowie professionelle Gerätschaften bzw. Werkzeuge, die die Anwendung der Verfahren und Methoden ermöglichen und vereinfachen.

Dachdeckeraufzug mit Blitzleiter und manueller Bedienung

Der bei PVS-Beer verwendete Dachdeckeraufzug besteht, im Gegensatz zu einem normalen Dachdeckeraufzug, aus nur wenigen ultra-leichten steckbaren Leiterelementen in Aluminium-Bauweise.

Der Fahrkorb wird mit Muskelkraft betätigt. Der Dachdeckerufzug benötigt keinen Stromanschluss und lässt sich mit nur wenigen Handgriffen „blitzschnell“ auf- und abbauen – das spart Zeit und Geld. Mit diesem Dachdeckeraufzug lassen sich insbesondere für Service-Zwecke PV-Anlagenteile, wie beispielsweise Solarmodule oder große Wechselrichter bequem und sicher auf das Dach transportieren.

Spezieller Dackdeckeraufzug zum Transport von PV-Anlagenteilen für Servicezwecke

Digitaler Verschattungsanalysator


Solmetric SunEye 210
 wird bei PVS-Beer verwendet für:

  • Optimieren neuer Systeme für einen maximalen Ertrag.
  • Analysieren bestehender Installationen zur Lösung von Problemen in Bezug auf Minderertrag.
  • Bestimmen von Abschattung verursachenden Hindernissen, um sofort den Betrag an zusätzlicher Energie zu bestimmen, der sich durch Entfernen der Hindernisse erzielen lässt.

Digitaler Verschattungsanalysator „Solmetric SunEye 210“

Elektrolumineszenzverfahren (EL)

Im Rahmen des Elektrolumineszenz-Verfahrens (EL) werden mit Hilfe von speziellen Kameras Fehler an Photovoltaikanlagen sichtbar gemacht, die mit dem bloßen Auge nicht sichtbar sind.

Durch den Einsatz von Nah-Infrarot-Sensoren und einem Hochleistungsnetzteils bei Dunkelheit (Nacht) werden fehlerhafte Stellen im Modul aufgenommen. Die fehlerhaften Stellen erkennt man daran, dass sie nicht leuchten (elektrisch inaktive Bereiche).

Mit dem Elektrolumineszenz-Verfahren lassen sich Schäden, die durch übermäßige mechanische Belastung bei der Herstellung, Montage oder im Betrieb entstanden sind oder auch Hagel- und Überspannungsschäden sehr gut nachweisen. Auch sogenannte PID- oder Delaminations-Schäden an PV-Modulen sind mit dem EL-Verfahren eindeutig feststellbar.

Mit EL-Verfahren festgestellter Beginn einer PID

Mit EL-Verfahren festgestellte fehlerhafte Stellen im Modul

Hochstativ

Das bis zu 17 m lange Hochstativ kommt zum Einsatz, um Bilder von Photovoltaikanlagen zu machen, die aufgrund der Höhe nicht leicht zugänglich sind, wie z.B. Photovoltaikanlagen auf einem Hausdach oder bei Solartrackern. Es kann auch bei hohen Windgeschwindigkeiten eingesetzt werden und braucht keine besonderen Genehmigungen.

An dem Hochstativ kann je nach Bedarf die entsprechende Kamera befestigt werden (Foto, EL oder IR). Die Kamera lässt sich drehen und neigen und über das Kamera-Steuerungssystem hat man eine sofortige Bildkontrolle. Die notwendigen Einstellungen lassen sich bequem vom Boden aus vornehmen.

An einem Hochstativ montierte Kamera

I/U-Kennlinienmessung

Mit Hilfe der Kennlinienmessung lässt sich die tatsächliche Leistung des Modulstrings vor Ort bestimmen und direkt mit den im Datenblatt angegebenen Werten des Herstellers vergleichen. Die Module müssen dazu nicht demontiert werden.

Die Herstellerangaben definieren die sogenannte „Nenn-Kennlinie“, die als Referenz für die gemessene Kennlinie dient.
Nach der Durchführung der Messung wird die gemessene Kennlinie mit der Nenn-Kennlinie verglichen, um daraus Rückschlüsse auf ggf. vorhandene Fehler ziehen zu können. Unterscheiden sich die beiden Kennlinien beispielsweise durch einen signifikant kleineren Strom bzw. eine niedrigere Spannung voneinander, so ist dies i.d.R. ein Indiz für einen Fehler.

Die Kennlinienmessung eignet sich zur Wartung und Leistungs-Kontrolle und als vorausgehende Messung, um dann im nächsten Schritt meist aufwändigere Messverfahren, wie z.B. Elektrolumineszenz oder Infrarot sinnvoll einzusetzen.

PVS-Beer verfügt über eine mehr als 15-jährige Erfahrung in der Kennlinienmessung und verwendet folgende Ausstattung:

  • PVE PVPM 1000 CX
  • PVE PVPM 1000 C in Kombination mit einem Zusatzgerät zur automatisierten Modul-/Strangmessung bei günstigen Wetterbedingungen (Eigenentwicklung)
  • Benning PV2
  • Zahlreiche Referenzsensoren (teilweise zusätzlich Fraunhofer ISE kalibriert)

Modulstring mit deutlich geringerer Leistung nach Blitzeinschlag

Modulstring mit deutlich geringerer Leistung wegen PID

Materiallift

Mit Hilfe eines speziellen motorbetriebenen Materiallifts, der ähnlich wie ein Fotostativ aufgebaut ist, aber Lasten bis 70 kg tragen kann, lassen sich blitzschnell schwere Wechselrichter auch ohne „zweiten Mann“ an Montagewände oder auf Flachdächer heben – das reduziert die Kosten und schont den Rücken.

Materiallift zum einfachen An- und Hochheben von PV-Anlagenteilen

Prüfgerät für Ladestationen Elektromobilität

  • Spezial-Prüfgerät RCD Typ EV (Elektrofahrzeuge), Fehlerstrom 6 mA
  • Ladesäulen-Prüfadapter (Simulation von normativ festgelegten Fehlzuständen)

Thermografie-Verfahren

Die Wärmeabstrahlung von Solarmodulen ist für das menschliche Auge unsichtbar. Durch die Zuhilfenahme des Thermografie-Verfahrens (IR) wird die Wärmeabstrahlung sichtbar gemacht. Eine spezielle Wärmebildkamera (Infrarot-Kamera) erzeugt Bilder von der Wärmeabstrahlung eines Solarmoduls und zeigt, ob die Temperatur im Solarmodul gleichmäßig verteilt ist.

Gibt es lokal erhöhte Erwärmungen im Modul, z.B. bei der Zelle oder an dem Kontakt, so liegt dort elektrisch betrachtet ein erhöhter Widerstand vor. Das hat zur Folge, dass an dieser Stelle ein größerer Anteil des Stromes nicht mehr ins Netz eingespeist, sondern in unerwünschte Wärme umgewandelt wird. Man redet dann auch vom sogenannten Hot-Spot – dem heißen Punkt.

PVS-Beer verwendet eine IR-Kamera vom Qualitätshersteller Fluke.

Hot-Spot-Visualisierung durch Thermografie

IR-Messung eines Blitzschadens

Software

Planungssoftware PV*Sol premium Version 2022 & PV*Sol Pro 5.5 Standalone

Gesamtansicht Verwaltungsgebäude

Verschattungsanalyse Verwaltungsgebäude

Ultra Schnell Gerüst

Das bei PVS-Beer verwendete Ultra Schnell Gerüst besteht im Gegensatz zu einem normalen Baugerüst aus nur wenigen Gerüstelementen in ultra-leichter Aluminium-Bauweise und lässt sich mit nur wenigen Handgriffen „blitzschnell“ auf- und abbauen – das spart Zeit und Geld.

Fehlerhafte Stellen bei Photovoltaik-Dachanlagen sind so leicht und schnell, unter Einhaltung der Unfallvorhütungsvorschriften, für Wartungs- und Reparaturarbeiten zu erreichen.

Ultra Schnell Gerüst zur Inspektion und Wartung an einer PV-Anlage

UV-Fluoreszenz

Einsatz einer tragbaren UV-Lichtquelle (Wellenlänge 365nm)

Lötkontakfehler

Zellcrack und Lötkontakfehler

Werkstattausrüstung konzessionierter Elektrofachbetrieb

Vorhandene Prüf- und Messgeräte:

  • Zweipoliger Spannungsprüfer nach DIN VDE 0682-401
  • Spannungsmessgerät nach DIN VDE 0411-1
  • Strommessgerät nach DIN VDE 0411-1
  • Isolations-Messgerät nach DIN VDE 0413-2
  • Schleifenwiderstands-Messgerät nach DIN VDE 0413-3
  • Widerstands-Messgerät nach DIN VDE 0413-4
  • Messgerät nach DIN VDE 0413-6 zum Prüfen der Wirksamkeit der Fehlerstrom- und Schutzeinrichtungen
  • Drehfeld-Richtungsanzeiger nach DIN VDE 0413-7
  • Messgerät nach DIN VDE 0404-1 zur sicherheitstechnischen Prüfung von elektrischen Betriebsmitteln
  • Messgerät nach DIN VDE 0404-2 für Wiederholungsprüfungen